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Volatilität bei den Rohstoffpreisen verstehen und abfangen

Viele Unternehmen fürchten steigende Rohstoffpreise. Steigende Preise für Rohstoffe drücken die Marge, weil die Kostensteigerungen nicht ausreichend an die Kunden weitergegeben werden können. Dieser Beitrag erklärt, was die Rohstoffpreise treibt und wie sich Unternehmen gegen die aktuelle Entwicklung wappnen können.


Was bedeuten die Volatilität der Rohstoffpreise für den Mittelstand?

Die Auswirkungen steigender Rohstoffkurse sind speziell für mittelständische Unternehmen erheblich. Oft können die Unternehmen steigende Produktionskosten weniger stark an ihre Kunden weiterreichen. Dies gilt umso mehr, je wettbewerbsintensiv das Marktumfeld ist.


Volatile Märkte erschweren Kalkulation

Generell gilt, dass Volatilität im Rohstoffhandel die Kalkulation erschwert. Ein einfaches Beispiel: Der Preis eines Rohstoffs schwankt pro Quartal zwischen 30-60 USD je Tonne. Ein Unternehmen benötigt in drei Monaten 100 t des Rohstoffs für einen gerade eingegangenen Auftrag. Liegt der Preis in drei Monaten bei 30 USD, belaufen sich die Kosten auf 3000 USD. Liegt der Preis hingegen bei 60 USD, fallen 6000 EUR Rohstoffkosten an. Welchen Preis soll das Unternehmen dem Kunden nennen? Das Unternehmen könnte vorsichtig kalkulieren und von einem Rohstoffpreis in Höhe von 6000 USD ausgehen. Dann springt der Kunde aber womöglich ab, weil ein Konkurrent günstiger ist. Geht das Unternehmen dagegen von 3000 USD aus, wird es mit einer hohen Wahrscheinlichkeit seine Gewinnmarge verringern müssen oder gar Verlust machen.


Den richtigen Lieferanten finden

Auch die Wahl des richtigen Lieferanten ist beim Management der Rohstoffpreise wichtig. Ein Lieferant im engeren Sinne kauft Rohstoffe zu Marktpreisen und liefert sie an seinen Kunden aus. Lieferanten dieses Typs schlagen dann einen Zuschlag auf den Marktpreis auf. Wer mit solchen Lieferanten handelt, setzt sich schwankenden Rohstoffkursen ungeschützt aus.

Lieferanten können jedoch auch umfassender agieren und selbst ein Rohstoffkurse Management betreiben. So könnte ein Lieferant bestrebt sein, seine eigenen Rohstoffkurse gegenüber den Kunden möglichst stabil zu halten. Der Lieferant könnte am Terminmarkt agieren und zum Beispiel günstige Rohstoffkurse nutzen, um für einen späteren Zeitpunkt preisgünstige Lieferungen zu sichern. Der Lieferant könnte selbst ein größeres Lager unterhalten und dadurch Preisschwankungen etwas abmildern.


Prognose: Wie könnten sich die Rohstoffpreise entwickeln?

Prognosen sind schwierig – und dies bekanntlich ganz besonders, wenn sie die Zukunft betreffen. Die Entwicklung der Rohstoffkurse entscheidet sich anhand sehr unterschiedlicher Parameter. Eine wichtige Einflussgröße dürfte auch in Zukunft die Geldpolitik der wichtigen Notenbanken weltweit sein. Eine lockere Geldpolitik wie aktuell begünstigt tendenziell hohe Rohstoffpreise, weil sich viel Liquidität im Markt befindet. Es gibt einen Zusammenhang zwischen weltweitem Wirtschaftswachstum und den Rohstoffpreisen. Eine boomende Weltwirtschaft führt tendenziell zu Nachfrageüberhängen am Rohstoffmarkt und damit zu steigenden Rohstoffkursen.

Bei einer schwachen Weltkonjunktur gibt es dagegen Überkapazitäten, was fallende Rohstoffpreise nach sich zieht. Neben den Notenbanken und den Marktkräften spielt auch die Politik eine wichtige Rolle. Sollte es zu einer flächendeckenden Wiedereinführung von Handelszöllen kommen, wären davon mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch Rohstoffe betroffen. Steigende Rohstoffpreise sind dann zum Beispiel für seltene Erden oder Stahl denkbar.


Mit Lean.IQ die Rohstoffpreise immer im Blick

Im Rahmen der Ausrichtung von den Prozessen in Produktion, Logistik und Aftermarket Service haben wir selbstverständlich auch globale Marktentwicklungen im Blick. Dabei beziehen wir uns nicht ausschließlich auf die End-User Märkte oder spezielle Industrien, sondern haben die gesamte Wertschöpfungskette im Blick. In den Modellen für nachhaltige Produktionsnetzwerke sind Engpass-Stellen, Risikofaktoren und Störgrößen von großer Relevanz, um auch in der Zukunft mit entsprechender Sicherheit planen zu können.


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